thomasdreyer

Feck Off
 
 

gesponnene Gedanken

Brief an mich selbst

Du hast Dein Leben kaum im Griff. Du machst Dir mehr Sorgen um andere als um Dich selbst. Sogar Leute die Du nicht so magst können bei Dir ein offenes Ohr für ihre Sorgen erwarten.
Du empfängst die meisten mit einem Lächeln und kümmerst Dich wenig darum, ob sie sich nur ausheulen und dann wieder verschwinden.
Du würdest Dich eher selbst kaputt machen als dass Du mal besser auf Dich aufpasst.
Probleme nimmst Du hin als würde es sie nicht geben oder Du stellst sie als nicht so schlimm dar.

Und auch die Probleme an denen Du zerbrechen könntest. Du weißt wohin Dein Weg Dich führt, doch änderst Du recht wenig an dieser Richtung. Sieh auch mal das üble das Dir widerfährt. Hör auf mit Deiner Gleichgültigkeit und schlag mal einen Nebenweg ein. Ich weiß, Du tust all das nur um Dich damit selbst zu schützen, weil Du Angst hast anderen könnte schlimmeres passieren als das was Dir im Leben passierte….








Falsch/Richtig Entscheidung

Von vielen Menschen geliebt, von noch mehr Menschen gehasst. So streife ich durch die Welt und muss mich mit den Problemen anderer rumschlagen.

War es doch anfangs ganz einfach, so wurde es immer mehr zu meinem Verhängnis.
Habe ich mich doch zu sehr eingemischt und doch zu wenig gesagt, als dass ich das Übel noch irgendwie abzuwenden vermochte. Nun treibe ich vor mich hin, belastet mit Gedanken, jedoch nicht meiner Selbst, sondern derer anderer Leute und Probleme, zu weit in eigene Schuld hineingeneigt, und nun stehe ich kurz vor meinem eigenen Zerbrechen.

Entscheidungen die ich nie zu fällen gedachte muss ich nun treffen. Doch entsage ich dort meine Meinung und ziehe mich zurück, flüchte in mein Ego. Denn nur so kann ich der Schmach des eigenen Hasses gegen mich entgehen. Zieht es doch nach sich dass mich nun noch mehr Menschen hassen werden. Menschen, die mich einst liebten.





kleiner Abschied

Dies ist ein Abschied von dieser Welt. Wer möchte kann trauern, muss aber keiner. Denn eine Trauer sollte das Glück des Todes nicht verderben.
Schließlich ist er eine Befreiung von dieser Welt die ja eh keiner haben will. Ich zumindest nicht. Doch nun sage ich auf wieder sehen und lasse alles Schlechte hinter mir. Aber auch das Gute.

Nur wenn das Schlechte das Gute überwiegt, dann ist das schon den Stress wert.
Denn selbst die Tatsache geboren worden zu sein ist schon eine Sache für sich. Und auch bei schönen Momenten, die es leider nicht so viele gab, ist es schwer Gefallen am Dasein zu finden.
Denn nach dem Guten passierte auch immer wieder etwas schlechtes, was das Gute auch meistens überwog. Auch ein Grund weshalb ich mich über viele schöne Dinge nicht lange freuen konnte.
Das war sehr schade, aber wenn ich mir tatsächlich mal was gegönnt habe, was irgendwie schön war und mir mal Freude bereitete, kam wieder irgendeine andere miese Sache.
Darum sag ich nun auf wieder sehen und verlasse mit Freuden dieses Elend was sich Leben nennt.


Allein in meiner Welt

Ich wünsche mich hinein in eine andere Welt. Fern ab aller Sorgen und Wünsche die mich umgeben. In eine Welt in der ich alleine bin, ohne jegliche Menschen und ihrer Zerstörung meiner Seele und meines Geistes. Eine Welt in der es still ist und mir keiner etwas vormacht, mich belügt oder mir anders schaden kann.

Diese Welt wäre oder müsste, völlig frei von jedem Leben sein, von dem ich Ängste oder völliges Kaputtgehen nicht zu erwarten bräuchte.
Das wäre eine Welt für mich, ohne der hier befindlichen Störung durch andere oder derer eigenen von Verzweiflung verzerrten Lebensarten in denen ich nur im Wege bin.

In der Welt, in die ich mich zurückziehen werde, kann ich endlich für mich allein sein.
Kein Lärm, kein Geschrei, nur mich selbst.
So setze ich mich in eine ruhige Ecke um dort noch einmal über mein damaliges Leben zu sinnieren und 5 Minute später schließe ich die Augen und schon befinden sich neun mm in
meinem Kopf.



Die Vollendung

Schwarze Lippen die die meine berühren.
Hände die langsam meinen Körper umspielen und sanft über meinen Rücken streifen. Ihr süßer Atem, der mir die Sinne zu nehmen scheint, der zärtlich über meine Haut weht.
Ich berühre nun auch ihre Haut, die weich und angenehm warm ist. Die Körper kommen sich näher und Arme werden um die Torsos geleitet um sich dicht an dicht aneinander zu spüren.
Ihre Augen treffen die meine. Die Augen mit ihrem scheinbar ewigen Glanz und dem Kristallklaren Blick.
Ihre Hände gehen durch meine Haare bis an meinen Nacken, über meinen Schultern gelehnt um sich gut anzustützen. Ihre Lippen fangen langsam an zu zittern.
Eine Träne rinnt aus ihrem Makellosen Auge und gleitet hinunter über ihre Lippen. Sie küsst mich noch einmal, mich langsam zurücksinken lassend um mich noch ein letztes mal ganz zu sehen. Dann schließen sich meine Augen und höre nur noch ein leises Schluchzen.


letzter Gedanke, letzter Atemzug

Es ist eine interessante Erfahrung nicht zu wissen wo man sich befindet und wie man hier her gekommen ist.
Die Luft ist wie weggeschnürt und eine völlige Dunkelheit umgibt einen.
Man fängt an sich Gedanken über Dinge zu machen die meistens zwar keinen Sinn ergeben, aber einen irgendwie beruhigen.

Der Kopf fängt an zu schmerzen und das Herz ist wie stillgelegt.
Und während der Kreislauf langsam sich dazu entschließt einen müde werden zu lassen und man sich selbst zuredet, dass man nie die Augen schließen sollte. Dabei versucht man bei seinen Gedanken zu bleiben die einem weiterhelfen sollen dies zu überstehen.


Mein letzter doch erster Schritt

Fenster und Türen in einem langen Gang.
Meine Hände wandeln sich in eine grün schimmernde Färbung um.
Zu lang gewartet mit dem ersten Schritt.

Die Rahmen sind verschoben. Verschoben durch die Zeit und der lauernden Feuchtigkeit die das Holz angreifen.

Die Schritte des Anfangs sind schwer, denn die Beine wollen nicht mehr so
wie der Geist es gern hätte.

Ein Wind geht durch den Gang.
Er ist stark genug um die Läden zum klappern zu bringen und offene Türen, an denen ich vorbei schreiten will zu schließen, um mir scheinbar den Blick in diese zu verwehren.

So gehe ich weiter an verschlossenen Türen und klapprigen Fenstern vorbei.



Ausgang in die Freiheit

Ich öffne eine Tür hinter der mich ein Schwall aus gleißendem Licht erwartet. Ich bin geblendet von dieser großen Pracht und betrete voller Ehrfurcht diesen Raum. Ich spüre keinen Boden unter den Füßen, doch will ich nicht nach unten sehen um nicht vielleicht nur einer Illusion erlegen zu sein und beim Blick nach Unten vielleicht ins Endlose falle.
So schreite ich voran und nach dem Licht breitet sich eine Nebelwand vor mir aus durch die mir eine Stimme weist zu gehen. Ich folge der Aufforderung und gehe selbstbewusst und doch ein wenig eingeschüchtert durch den dichten Nebel, nicht wissend was mich dahinter oder noch mitten drin erwarten wird.

Dann lichtet sich der Nebel langsam und ich fange an gewisse Strukturen zu erkennen.
Es sieht aus wie ein antikes Gebäude, mit hohen Säulen und überall weißer Marmor. Doch irgendetwas lässt die friedliche Atmosphäre bröckeln.
Ich spüre dass irgendetwas nicht stimmt und ich sollte nicht von meinem Gefühl enttäuscht werden. Die Landschaft wurde langsam finsterer und ein Thron taucht vor mir auf, während ich so durch die Halle gehe.


Auf diesem Thron sitzt eine Graue Gestalt, die ihre Farbe bis ins Schwarze ändert.
Sie hat mächtige Flügel und ein unheilvoller Schauer überkommt mich.
Nichts sagend betrachtet sie mich bedrohlich während sie eine Hand hebt und in eine Richtung zeigt. Ich blicke in die gezeigte Richtung und erschauere leicht bei dem mir bietenden Anblick.

Mir sehr vertraute Bilder erscheinen vor mir in einem Spiegel und ich kann mich selbst betrachten. Was ich war und zu was ich geworden bin in der ganzen Zeit in der ich am Leben war.

Dass verschwimmt das Bild und es taucht eine von mir bereits verdrängte Erinnerung auf. Dies ist die fehlende Seite eines Briefes den ich vor langer Zeit schrieb.
Mein Magen zieht sich langsam zusammen während ich diese mahnenden Worte Zeile für Zeile lese und mich dadurch an Dinge erinnere an die ich nicht mehr gedacht habe oder an die ich nicht mehr denken wollte.




Brief an mich selbst 2

…..Aber bitte tu Dir langsam selbst den Gefallen und hör endlich auf damit. Auch wenn Du Angst hast dass alles noch schlimmer wird. Nur siehst Du nicht, dass es nur noch schlimmer wird. Du wirst noch alles verlieren. Bei Leuten in Deiner Nähe meldest Du Dich auch nicht wirklich, aus Angst dass Du irgendetwas falsch machen könntest. Auf der anderen Seite meldest Du Dich bei Leuten wieder mal, mit denen Du weniger Kontakt hast oder auch hattest.
Du verzeihst ihnen alles, auch wenn sie sich selbst nie bei Dir melden und Du den ersten Schritt machen musst. Du kannst einfach niemanden lange böse sein und lässt ihnen alles durchgehen. Meist auch zu viel. Auch in Deiner nahen Umgebung.
Denk einfach mal Jahre zurück und Du verstehst schon. Daher kommt auch der Hass und Zorn gegen Dich selbst. Nicht die Menschheit ist es die Dich stört. Hör also auf mit dem Selbsthass und komm langsam mal in die Realität zurück.




Ein neues Kapitel beginnt

Beim Betrachten dieses letzten Kapitels meines Lebens höre ich aus dem Hinterhalt eine erst leises Lachen, welches sich langsam zu einem verspottendem Lachen erhebt und immer lauter zu werden scheint. Ich drehe mich um und sehe die Gestalt, lachend auf mich zeigend, mit hämischer Fratze.
Dabei beginnt er langsam zu brechen. Nach und nach bröckeln Teile von ihm ab bis er dann schließlich ganz zusammen fällt und nur noch ein Haufen Geröll zu sehen ist und wo einst der Thron stand ist nun eine kleine Leere zu sehen.
Doch hat das Lachen nicht abgeklungen sondern das Gegenteil ist der Fall. Es wird immer lauter bis es eine ohrenbetäubende Lautstärke erreicht und diese Welt mit seinen Säulen auch nach und nach zusammenbricht. Doch manches bricht nicht einfach, sondern verformt sich und die Landschaft lässt den Eindruck erwecken man blicke durch eine Milchglasscheibe.
Bis sich letztendlich alles aufzulösen scheint und
Langsam verschwinden auch die letzten Ränder bis nur noch eine Schwarze Leere bleibt in der ich auf einem hellen Licht zu schweben scheine.
Plötzlich kommt mir der Gedanke eines Raumes in den Kopf und es scheint sich in der Umgebung wieder etwas zu verändern.


Der Raum

Der Raum, still und ohne Licht.
Er ist scheinbar unbedeutend und doch bewahrt er sich sein eigenes Geheimnis.
Doch unbemerkt in diesem Raum steht ein Stuhl. Er steht mitten im Raum, solide und aus Holz.

Nur dieser Raum mit seinem Stuhl im Innern.
Er hält ihn für sich allein
und niemand hat Zutritt in ihm.

Eine Eisenbeschlagene Tür verdeckt den Raum, schützt ihn vor Blicken
und hält alles aus ihm fern.
Ohne Schloss an ihrer Seite ist sie für jeden undurchdringbar.

Niemand kann diesen Raum betreten.
Der Raum, mit seinem Stuhl im Innern
und der Tür die diesen Raum beschützt.



Offenbares im Versteckten

So stehe ich also vor diesem Raum und weiß nichts mit meinen derzeitigen Gedanken an zu fangen. Die Frage lautet meist nicht, was ist in diesem Raum vorhanden, sondern was ist genau nicht in ihm vorhanden. Denn meist ist auch ein voller Raum leerer als viele es wahr haben wollen. Wenn sich Gedanken zu mehr als nur Stimmgemurmel formieren und doch die Leere nicht abnimmt durch die Worte der Nichtssagung. Wenn die Stimmen zu nehmen, jedoch der Sinn dieser abnimmt und nur noch ein einziger Einheitsmatsch zu werden scheint.

Die Klinke in der Hand denke ich noch über manche Sätze großer Bedeutungen nach; doch will mir in dieser Leere nichts füllendes eingehen und ich öffne die Tür ohne Erwartung auf Antworten.
Gefüllt mit Reihen einiger Tische, Stühle und Personen die hier sitzen setze ich mich nichts sagend dazu und versinke in meine eigenen Gedanken.



Beachtung, nur fehl am Platz

Die Beachtung, sei sie nur kurz, erhält einen zu hohen Stellenwert, wenn eh nicht gewollt.

Wenn ich gefragt werde, “Warum sitzt Du hier so allein?” fällt mir nur die Antwort ein: ”Weil sich keiner hier her setzt.”

Doch würde diese Antwort auch nur auf Unverständnis treffen, also lass ich sie und lasse den Fragenden weiterziehen.



Kleine Aufmerksamkeit

Ich sitze in einem scheinbar leerem Raum.

Doch bin ich nicht allein.

Ein schüchternes, wenn aber zugleich auch aufgeschlossenes Mädchen.

Sie will nicht zu mir, sucht nur jemanden.

Die Einsamkeit, wenn auch nicht wirklich einsam, wird durch ihr Erscheinen unterbrochen.

Das junge Mädchen bleibt nicht weiter und ich bleibe zurück.

Doch empfand ich keinerlei Begierde ihr gegenüber.

Auch keine Spur von Interesse;
Nur eine freundliche Begrüßung, eine unwichtige aber nette Floskel.


Anmache

Hey Du Engel, ja Du siehst richtig.
Engel ohne “Chen” dahinter.
Überrascht?
Ja, es geht tatsächlich ohne eine Verniedlichung, ob man´s glaubt oder nicht.
Aber weil ich Dich gut finde verzichte ich einfach darauf, weil ich kein schlechtes Bild von Dir haben möchte.
Ich habe Dich schon öfters angeguckt, und mag Dein Aussehen sehr.
Darum habe ich auch den Engel für Dich gewählt, denn der kommt am nächsten an Dich dran.
Immerhin glaube ich an Engel, nun wär´s Blödsinn wenn nicht.
Deinen Charakter mag ich auch, da ich besonders in der Hinsicht viel beobachtet habe. Du hast einen sehr gütigen Charakter und scheinst sehr liebevoll zu sein.
Und Witz hast Du auch, kommst gut mit Ironie, Sarkasmus und dergleichen umgehen.
Das mag ich am meisten an Dir.
So mein lieber Engel.
Nu mach ich denn mal Schluss und wollte nur mal zeigen wie ich Dich sehe.
Hab noch einen schönen Tag und liebe Grüße.



Meiner Augen Glanz,
Die Leere

So stehe ich denn hier, meine Blicke in die verschwommene Umgebung streifen lassend.
Es kommt es mir nun umso mehr wie ein Stillstand gleich. Wie ein Weg vom Schnee befallen. Jedoch nicht fähig diesen auf sich auf zu nehmen, ist er doch noch zu warm.
Die Flocken, welche ihn berühren, mühen sich zwar das Bild zu verändern, jedoch bleiben sie nicht liegen, sondern schmelzen immer wieder weg.
Ähnlich wie diese Umgebung müht sich zu ändern jedoch außer Stande ist mehr als nur einen Schleier zu bilden.

Gerade fange ich wieder an in meinen Gedanken zu versinken, da erscheint vor mir eine längliche Flasche mit einer Grünen Flüssigkeit darin.

An ihr ein Zettel der besagt, ich solle die Schmetterlinge fliegen sehen.



Vom Absinth geschrieben;
Die erste Nacht


Ein rosa Pinguin tänzelt über meine rote rosa Nase.
Mir ist wahnsinnig warm und eines Schmetterlings gleich stolziert er durch mein Gesicht, über meine Nase.
Er läutet ein neues Zeitalter der Wiedererwachung ein. Des Frühlings Morgen tanzt um meine Ohren und den Lippen mit seiner ganzen Vertrautheit eines Frühlingswindes im Sommer der Nacht. Die goldene Sonne scheint über mein Antlitz und der Füße Ohren beschließen zu tauben. Es glänzt eine Zigarette um meine Nase Schweif und ihr Rauch verrät ungewisses. Ein Mann mit Trompete folgt meinem Schritte auf meinem Hause zu und die Schlange des Wissens schlängelt sich um meine Waden und deren Knöchel.
Eine junge Frau kreuzt unsern Weg in die Ungewissheit mit ihrer lächerlich winzigen Trompeten Klang gleich eines Orkans, wehen um die Haare und der Palme.
Des Liebes Gast ist mein liebster Gast auf des Reisen des Kornes, wenn man eines Autos gleich durch die Nachte Trompetet.

Eines Autos gleich bohrt sich die Erinnerung des Daseins in mein Hirn und Wasser Tropft auf des Knies Ungewissheit in mein stolzes Herz.
Die Geige des Geizes und des Goldes ist mit Draht gespickt und dessen ich mir, bewusst ich einer Schlange gleich, mich windend auf der Zukunft zu.




Fette Zeiten

Ich saß mal absolut unverbindlich auf einer schönen Bank innem Park. Da setzte sich doch glatt ein Mann einfach so neben mich.
Mein erster Eindruck war, dass wohl gleich die Bank sich biegen müsste, oder sich aufstellen sollte ich mich hier aufsetzen.
Erst dachte ich die Blumen um uns herum hätten ihre Wirkung verfehlt oder sogar bereits tot zusammen geknickt.
Dieser Mann roch dermaßen nach Schweiß, dass ich nicht glauben konnte dass dieser Mensch noch einen Salzanteil im Körper hatte.
Dazu kam, dass der äußerst beleibt war, will sagen äußerst fett.
Den nächsten Winter überlebt der mit Sicherheit noch ohne Nahrung. Schnee schmilzt er mit seinem Schweiß einfach vor sich weg, also ist der auch vor dem Ausrutschen gefeit.
Er hat sich in völlig ihm unpassende Klamotten gezwängt.
Ein Hemd bei dem man denken könnt Hulk hätte es angezogen und würde es gleich auseinander reißen. Ich merkte dass dieser Mann zu Fuß unterwegs war, denn diese Geschnaufe hatte man Kilometerweit hören können. So kam es mir auf jeden Fall vor.



Ich hab überlegt ob er vielleicht am Hunger der Welt schuld wäre oder auch am Aussterben der Wale.
Der Mann fing an, an irgendwas herum zu spielen.
Es war eine Kette aus holzigen Kugeln, scheint so was wie Trend zu sein. Seine Dicken Finger spielten, besser geriffelten an der Kette rum.
Das sah irgendwie unhygienisch aus, wie nen paar Würstchen die mit Chemikalien behandelt wurden. Der Bauch lag halb auf seinem Schoß, man könnte sagen, bis zu den Knien.
Insgesamt ein widerliches Subjekt. Als er ging war ich froh. Nach dieser Begegnung bekam ich irgendwann Hunger und ging erstmal bei Mac`es ordentlich Essen






Der rauchende Mensch


Ein Bach rauscht durch den Graben.

Ich stehe auf einer Brücke, wo sich der Bach kreuzt und sein Weg in verschiedene Richtungen führt.

Es ist ein kleines Waldstück mit seinen kleinen Begebenheiten.

Von irgendwo höre ich einen Vogel und die Blätter rascheln im Wind.

Die Zigarette klebt mir im Hals fest.

Sie ist hier fehl am Platz.

Scheint die Luft zu verunreinigen.

Ich fühle den Rauch in meine Lunge ziehen und erfreue mich der sauberen Luft in diesem Wald.



Lebensabschnitt


Das Feld auf dem Du stehst, auf dem Du Deine Liebe fandest, ist bewachsen von Heidekraut und Mohn.
Unter Deinen Füßen lockere Erde und unter dieser Erde klafft ein Loch mit den größten Gedanken eines Liebenden.
Sie schweben in einem Labyrinth worin die Gedanken sich irgendwann verlieren.
Du stehst auf Glasscherben die einmal Dein Leben waren und sie schneiden sich in Deine Füße.
Es schmerzt Dich, wie die Gedanken welche Dir Leid zufügen, Dich quälen.

Du verlierst Dich, Stück für Stück.

Und der Himmel bleibt blau.




Wieder ein kleines Kapitel;
Träume die sich wandeln

Als ich die Flasche so langsam leerte gingen mir diese Gedanken durch den Kopf.
War dies ein Gedankenspiel um mich zu verunsichern? Gedanken die sich um meine Zukunft drehen?
Vielleicht eine Warnung an nachfolgende Dinge, Dinge die vielleicht sogar hoffentlich mein Leben verändern. Andererseits können diese mich auch in die Verzweiflung führen.
Denn wer weiß schon genau wie er seine Gedanken deuten soll?

Während diese Fragen und Gedankengänge in mir ihren Lauf nahmen, merkte ich dass die Flasche bereits zur hälfte ausgeleert hab. Ich fragte mich wann ich das wohl getan habe und ob dieses Getränk für meine Gedanken verantwortlich waren.
Ich wollte wissen wie es weiterging und nahm mir vor den Rest auch zu trinken.
Man weiß nie wofür es gut sein konnte.

thomasdreyer am 23.5.14 02:51

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